Wendebuch

Wismarer Wendegeschichte (n) Titel

 

Band 4 der Schriftenreihe der Freunde und Förderer des Archivs der Hansestadt Wismar ist erschienen. Nicole Hollatz - Vereinsvorsitzende und freie Journalistin - schreibt über Wismarer Wendegeschichte(n).

 

"Der Herbst 1989 in und um Wismar. Manch einer hat den Mut, eine Kerze ins Fenster zu stellen. Ein sichtbares Zeichen der Unterstützung. Aus den Kerzen Einzelner, aus den wenigen, die sich in den verschiedenen oppositionellen Kreisen engagieren, werden 50 000, die auf dem Wismarer Markt demonstrieren. Ganz offen. Die freie Journalistin Nicole Hollatz hat die ganz persönlichen Erinnerungen der Wismarer an ihren „heißen Herbst“ aufgeschrieben. Entstanden ist ein ganz intimes Buch über das, was bis zum Dezember 1989 in Wismar geschehen ist."

 

Das Buch gibt es in den Wismarer Buchhandlungen und natürlich im Stadtarchiv.

Das Buch kostet 12,50 Euro.

Baukultur

Forschungsprojekte Hochschule Wismar

 

An der Hochschule Wismar wurden in den vergangenen Jahren unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Frank Braun drei Forschungsprojekte zur Baugeschichte der Hansestädte Wismar und Stralsund bearbeitet.

 

Wichtige Projektvorstellungen bzw. Ergebnisse sind hier online verfügbar (externe Links):

 

Bitte beachen: Die Internetauftritte der Projekte wurden nach Projektabschluss nicht mehr aktualisiert.

Lesegärten 2014

3bswSchlüpfrige Buchpremiere zu den 6. Lesegärten

 

Auch das Stadtarchiv hat einen Garten! Dort wird es am 31. August "schlüpfrig". Stadtarchivar Dr. Nils Jörn lädt zusammen mit Archiv und Archivverein zur Buchpremiere im Rahmen der 6. Wismarer Lesegärten. Band II der "Hexen, Huren und Henker" - des ungewöhnlichsten Wismarer Geschichtsbuch - wird dann druckfrisch zu haben sein. Nils Jörn liest natürlich aus dem Buch und wird es gerne signieren. Denn bei den Recherchen zum ersten, fast ausverkauften Band hat er so viel zu diesen Randgruppen in Wismar gefunden, dass schnell klar war, diese Geschichten passen nicht in ein Buch. Dank Druckkostenspende der Firma HW Leasing hilft auch der Verkaufserlös daraus dem Archivverein, wertvolle Urkunden aus dem Stadtarchiv zu restaurieren.

Von 15 bis 18 Uhr wird im Garten des Stadtarchivs gelesen - der Eingang geht durch den Torbogen in der Gerberstraße. Jeweils zur vollen Stunde beginnt die Lesung. Der Eintritt ist frei, Getränke gibt es vor Ort. Dazu wird auch der Verkaufsstand des Archivvereins die Reproduktionen der historischen Postkarten und Plakate anbieten.

 

Das Buch gibt es danach in allen gut sortierten Wismarer Buchhandlungen und direkt im Stadtarchiv.

Theaterbuch

ChristianRoedig WismarsTheaterlebenNeues Buch aus Wismarer Geschichte

Wismars Theaterleben zwischen Beifallsstürme, Hochrufe und Lorbeerkränze

 

Über Wismars Theaterleben vom Kaiserreich zur Weimarer Republik schreibt Christian Roedig im neusten Buch aus der Geschichte der Hansestadt. Das Buch ist im lokalen Buchhandel und direkt im Archiv für 15 Euro käuflich zu erwerben.

Damit ehrt die Stadt einen großen Wismarer, den die meisten (noch) nicht kennen werden. „Mein Onkel“, erzählt der Autor Christian Roedig, Gymnasiallehrer und Herausgeber von Schulbüchern, Geschichtswerken und didaktischen Hilfsmitteln. Wie ein Würzburger dazu kommt, einem Wismarer viel Recherche und als Ergebnis ein ganzes Buch zu widmen, dass dann noch vom Wismarer Archivverein als so interessant empfunden wird, dass der Druck ermöglicht wird, ist einfach.

Von 1913 bis 1920 wurde das Wismarer Schauspielhaus – damals noch als imposanter Bau an der Mecklenburger Straße – von einem homosexuellen Paar geleitet. „Heinrich Alberts, mein Onkel, war damals 27 Jahre alt“, erzählt der Buchautor. Ein „Familiengeheimnis“ umgab den Bruder seiner Großmutter väterlicherseits. Mit Fritz Bartsch an seiner Seite wurde aus dem „Provinztheater“ eines mit Sommer- und Winterspielzeit, dazu mit einer Naturbühne am Wendorfer Strand. Und das mitten im ersten Weltkrieg. „Ich habe mich mit der Biografie von Alberts beschäftigt und bin auf sein tragisches Lebensschicksal gestoßen. Zuletzt war er 1935 Schauspieldirektor in Kiel. Dort wurde er von der Bühne weg von der Gestapo verhaftet“, fasst Christian Roedig zusammen. Am 18. Dezember erfolgte seine Überführung nach Berlin-Moabit, wo er sich - als Homosexueller verfemt und entrechtet - am 23. Dezember 1935 das Leben nahm. Einen Tag vor Heilig-Abend.
„In Kiel wird im März ein Stolperstein vor der Staatsoper für ihn verlegt“, so Christian Roedig. In Wismar wird das Buch helfen, die Erinnerung an den Mann aufrecht zu halten. „Nur wenige Fälle von Verfolgung durch die Nationalsozialisten aufgrund von Homosexualität sind so gut dokumentiert“, erzählt Christian Roedig.NHTheatergeschichte3Klein

Ihm ist es allerdings nicht allein darum gegangen, ihn als Opfer zu zeigen, sondern besonders als Schauspieler und Theatermann. Er hat den Lebensweg seines Onkels in den Archiven nachverfolgt, war im Bundesarchiv, im Heidelberger und Wismarer Archiv beispielsweise. „In Wismar habe ich einen einmaligen Fund gehoben - in keinem anderen Archiv habe ich so viel über das Theater vor Ort gefunden wie in Wismar“, ist er immer noch begeistert. „Es ist unbestritten, dass die beiden in Wismar ihre glücklichste und erfolgreichste Zeit verbrachten.“

In der Familie Roedig waren die Zusammenhänge unbekannt, Christian Roedig wusste nur, dass der Großmutter von der Gestapo verboten wurde, über den Vorfall zu sprechen. „Man hat ihr gesagt, er war kriminell und hatte Schulden. Sie hat sehr unter seinen Selbstmord gelitten“, so Christian Roedig.

Sieben intensive Jahre Wismarer Theatergeschichte mit der Geschichte über einen vielseitigen Charakterdarsteller und mutigen Theaterdirektor, der auch dem Streit mit den Nationalsozialisten nicht aus dem Weg geht.

 

Infokasten:

Möglich gemacht wurde das Buch dank einer Druckkostenspende vom Wismarer Archivverein, der Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar und des Unternehmens „Bauer-Immobilien“.Wir danken, dass so Wismarer Geschichte am Leben erhalten werden kann.

 

Verkaufsaktion Hafenfest

Verkaufsaktion zu den Hafentagen

 

Extra zum Hafenfest haben die Ehrenamtlichen vom Verein „Freunde und Förderer des Archivs der Hansestadt Wismar e.V.“ sich etwas besonderes einfallen lassen. Sie haben eine faszinierende historische Hafenansicht mit vielen Seglern und den noch unzerstörten Kirchen als Plakat reproduziert. „Wismar von der Seeseite, Hafen mit Booten und Schiffen“ heißt das Original aus dem Archiv, ein Bild von Robert Geissler aus Berlin, datiert um 1900.Seine „Premiere“ wird der Nachdruck am 14. und 15. Juni beim „Maritimen Kunsthandwerkermarkt“ in der Markthalle am Alten Hafen haben. Dort wird das Plakat zusammen mit weiteren historischen Reproduktionen und Postkarten für den guten Zweck verkauft. Neue – reproduzierte – Schätze – retten die Alten. Denn mit dem so erwirtschaften Geld rettet der Verein historische Urkunden aus dem Archiv, die durch den Papierrestaurator fit für die nächsten Jahrhunderte gemacht werden.

Auch die Postkarten und die schon bekannten Plakate bieten die Ehrenamtlichen an ihrem Stand an, dazu das neuste Buch aus dem Verein - „Hexen, Huren, Henker“. Autor Dr. Jörn wird am Sonntag von 14 bis 17 Uhr signieren.

Alle Motive gibt es auch unter diesem Link - Klick links auf Verkauf/ Plakate.
Am Samstag von 10 bis 18, am Sonntag von 10 bis 17 Uhr werden wir vor Ort sein mit unserem Stand.