Grüße an Paula

coverFeldpostkarten erzählen eine Wismarer Familiengeschichte aus dem ersten Weltkrieg

 

Tagtäglich gingen im ersten Welt­krieg mehrere Millionen (!) Feldpostkarten auf den Weg nach Hause.

Im Wismarer Museum liegen gut 130 als Sammlung, die der Wismarer Tapezierer Paul Jürß seiner Tochter Paula von der Front nach Hause schickte. Ein Schatz,der dank Schüler, Senioren, Katja Jensch und Dr. Nils Jörn aus dem Stadtarchiv und Fördermittel nun gehoben wurde. "Briefe an Paula" heißt das Buch als Ergebnis dieser Schatzsuche. Im Buch sind viele dieser Postkarten enthalten, dazu als Gegensatz das, was zeitgleich am Tag in der hiesigen Zeitung statt. Und das, was wirklich an der Front, im ersten Weltkrieg passierte. Erstmals wird auch eine Chronik von Friedrich Techen zur Lage in Wismar während der Zeit abgedruckt, dazu Kriegs-Rezepte aus der Zeitung.

Ein besonderes Zeitdokument im Buch sind die letzten Briefe von Wismarer Soldaten im ersten Weltkrieg. Sie fahren an die Front, sitzen in Schwerin im Viehwaggon und be­kommen den Befehl, ihre Testa­mente zu verfassen und nach Hau­se zu schicken. Eine Woche später kommen die jungen Männer im Sarg nach.

103 DIN-A4 Seiten lang ist die Ge­fallenenliste der Wismarer aus dem ersten Weltkrieg. Auch sie ist Teil des Buches und der Aufarbeitung – als Liste im Stadtarchiv und hier zum Herunterladen - Achtung, die pdf-Datei ist fast 2 MB groß, die Ladezeit kann je nach Geschwindigkeit einige Minuten dauern.

Das Buch kostet 20 Euro.