2015 - 9 September

Vortrag und Ausstellung im Stadtarchivreproduktionen 6 20130811 1032280452
Deutsche Einheit 1990 und Wismars Einheit mit Mecklenburg 1903

Der Vortragsabend und die Ausstellungseröffnung im Wismarer Stadtarchiv am 28. September um 19 Uhr stehen unter dem Motto „Deutsche Einheit 1990, Wismars Einheit mit Mecklenburg 1903“. Die Ausstellung „Der Weg zur Deutschen Einheit“ wird im Rahmen der Veranstaltungsreihe „25 Jahre kommunale Selbstverwaltung“ eröffnet, die Ausstellung ist bis zum 25. November zu sehen. Den Abendvortrag gestaltet eine junge Historikerin, die lange im Wismarer Stadtarchiv geforscht hat.
Anke Wiebensohn, Doktorandin an der Universität Potsdam zur Frühen Neuzeit, wird unter anderem über „Wismars Einheit mit Mecklenburg 1903“ sprechen. Sie hat druckfrisch in der Schriften­reihe der David-Mevius-Gesell­schaft ihr Buch „Die Integration Wismars in das Herzogtum Mecklenburg nach 1803“ über das Ende der Wismarer Schwedenzeit veröffentlicht. Zum Buch: „Oftmals im Schatten früherer Epochen stehend, fand das 19. Jahr­hundert in Wismars Stadtgeschichte bisher weniger Beachtung. Dabei markiert das Jahr 1803 für die Hansestadt Wismar und das Herzogtum Mecklenburg-Schwerin einen Meilenstein: Mit dem Vertrag von Malmö endete die Phase der rund 150 Jahre währenden schwedischen Herrschaft über die Stadt. Welche Veränderungen ergaben sich daraus für Institutionen, Strukturen und Menschen? Gelang ein zügiges Anknüpfen an die mecklenburgische Vergangenheit? Oder erwiesen sich vielmehr die trennenden Aspekte als beständiger?“ Die junge Autorin schreibt über den Integrationsprozess zwischen einem selbstbewussten Rat und einer auf Durchsetzung des eigenen Macht­anspruchs bedachten Regierung und den daraus folgenden Reibungspunkten. Bisher kaum beachtete Aktenbestände des Stadtarchivs und des Landeshauptarchivs hat Anke Wiebensohn für ihre Forschungen ausgewertet, dazu das, wie die Menschen damals die Zeit wahr genommen haben.
Der Eintritt zum Vortragsabend und zur Ausstellungseröffnung am 28. September um 19 Uhr beträgt wie immer drei Euro für den guten Zweck und für Nichtvereinsmitglieder, Mitglieder des Archivvereins haben freien Eintritt.