Festungsanlage Plakat

Die schwedische Wismargeschichte beim SchwedenfestWebNHSchwedenfest2016

Passend zum Schwedenfest wird auch der Wismarer Archivverein wieder seinen Stand aufbauen – am 19. und 20. August jeweils von 10 bis 18 Uhr direkt hinter dem Rathaus, auf der Höhe von C&A. Verkauft werden die Bücher zur Wismarer Geschichte aus dem Verein, aber auch Postkarten und Plakate für den guten Zweck, die Restaurierung historischer Urkunden aus dem Archiv. Dabei haben die Ehrenamtler in diesem Jahr wieder ein besonderes „Bonbon“ dabei, die Reproduktion eines Plakates von 1767. Dort ist erahnbar, wie groß die „Festung Wismars“ war – die eigentlichen

Festungsanlagen wurden 1718 durch die nordischen Alliierten geschleift.

Stadtarchivar Dr. Nils Jörn erklärt: „1767, als die Festungswerke längst abgerissen waren, kommt der schwedische Ingenieur Anders Ehrenström in die Stadt und fertigt diese Karte an, die das Ausmaß der ehemaligen Festung zeigt. Die eigentliche Fortifikationen gibt es ja nicht mehr, im Gelände aber haben sich zahlreiche und sehr erhebliche Spuren der Festung erhalten.“ Wer aufmerksam durch die Stadt geht, findet sie noch heute beispielsweise mit dem Lindengarten, dem Dahlberg und dem Turnplatz. Zurück zur historischen Karte: „Man sieht die Ausgereiftheit der schwedischen Festungsbaukunst, die Anfang des 18. Jahrhunderts führend in der Welt war. Erik Dahlberg war einer ihrer Hauptvertreter. Festungsbaumeister reisten durch ganz Europa, studierten die Anlagen, fertigten Skizzen an und gaben Bücher heraus. Ehrenström blieb ein paar Jahre in Wismar und findet sich mit seinen Karten mehrfach in den Prozessakten, wo er bei Nachbarschaftsstreit herangezogen wurde, um Grundstücke zu kartieren und Grenzen festzulegen.“

Diese historische Karte hat der Archivverein reproduziert und verkauft sie für den guten Zweck – die Restaurierung der wertvollen Originale im Stadtarchiv.