Ahnenforscher

Ahnenforschung im Stadtarchiv

 

Der Verein für Mecklenburgische Familien- und Personengeschichte (MFP) ist am 26. Juni im Stadtarchiv zu Gast und lädt interessierte zum ersten regionalen Treffen. Beide Vereine stellen sich vor und halten interessante Vorträge.

Dr. Jörn wird ein Buch über Grabplatten als Quelle vorstellen, dazu werden historische Bilder gezeigt. Der Abend steht natürlich allen Interessierten offen, gerade denjenigen, die sich für Familienforschung oder Heraldik interessieren.
 
Der Verein für Mecklenburgische Familien- und Personengeschichte (MFP), besteht seit 1997. Gegründet von damals acht Hobbygenealogen hat er inzwischen etwa 180 Mitglieder. Ziel ist die Erforschung, Pflege und Förderung der Familien- und Personengeschichte, der Heraldik und verwandter Wissenschaften in Mecklenburg.

Festungsanlage Plakat

Die schwedische Wismargeschichte beim SchwedenfestWebNHSchwedenfest2016

Passend zum Schwedenfest wird auch der Wismarer Archivverein wieder seinen Stand aufbauen – am 19. und 20. August jeweils von 10 bis 18 Uhr direkt hinter dem Rathaus, auf der Höhe von C&A. Verkauft werden die Bücher zur Wismarer Geschichte aus dem Verein, aber auch Postkarten und Plakate für den guten Zweck, die Restaurierung historischer Urkunden aus dem Archiv. Dabei haben die Ehrenamtler in diesem Jahr wieder ein besonderes „Bonbon“ dabei, die Reproduktion eines Plakates von 1767. Dort ist erahnbar, wie groß die „Festung Wismars“ war – die eigentlichen

Festungsanlagen wurden 1718 durch die nordischen Alliierten geschleift.

Stadtarchivar Dr. Nils Jörn erklärt: „1767, als die Festungswerke längst abgerissen waren, kommt der schwedische Ingenieur Anders Ehrenström in die Stadt und fertigt diese Karte an, die das Ausmaß der ehemaligen Festung zeigt. Die eigentliche Fortifikationen gibt es ja nicht mehr, im Gelände aber haben sich zahlreiche und sehr erhebliche Spuren der Festung erhalten.“ Wer aufmerksam durch die Stadt geht, findet sie noch heute beispielsweise mit dem Lindengarten, dem Dahlberg und dem Turnplatz. Zurück zur historischen Karte: „Man sieht die Ausgereiftheit der schwedischen Festungsbaukunst, die Anfang des 18. Jahrhunderts führend in der Welt war. Erik Dahlberg war einer ihrer Hauptvertreter. Festungsbaumeister reisten durch ganz Europa, studierten die Anlagen, fertigten Skizzen an und gaben Bücher heraus. Ehrenström blieb ein paar Jahre in Wismar und findet sich mit seinen Karten mehrfach in den Prozessakten, wo er bei Nachbarschaftsstreit herangezogen wurde, um Grundstücke zu kartieren und Grenzen festzulegen.“

Diese historische Karte hat der Archivverein reproduziert und verkauft sie für den guten Zweck – die Restaurierung der wertvollen Originale im Stadtarchiv.

Kalender 2015

Kalenderprojekt 2015 - ein kleiner Vorgeschmack

 

DAS stilvolle Weihnachtsgeschenk für Wismarfans.


Arthur Eulert hat dem Stadtarchiv viele Drucke und Zeichnungen seines Wismars hinterlassen, unter anderem auch "Rekonstruktionen" von Stadtansichten aus dem 19. Jahrhundert. Die 13 Schönsten hat Detlef Kristeleit mit modernen Mitteln nachcoloriert und entführt so in die Stadt von vor 200 Jahren.

 

13 Wismarer Firmen und Privatmenschen haben wir für das Projekt begeistern können. DANKE - Sie haben für die enormen Druckkosten gespendet und so das Projekt für uns machbar gemacht. So wird es uns als Verein auch wieder gelingen, mit dem Projekt Geld für Restaurierungsprojekte im Archiv zu erwirtschaften.

 

Helfen Sie uns auch mit - kaufen Sie den Kalender. Es gibt ihn in den Wismarer Buchläden und direkt im Archiv.

 

Pastorenbuch

"Na, wat hest all wedder mokt?"Pastorenbuch

Beicht- und andere Geheimnisse der Pastoren an St. Nikolai

 

Ausgangspunkt für das Buch war die Portraitsammlung der Pastoren von St. Nikolai. Gezeigt werden Pastoren des ausgehenden 17. Jahrhunderts und des 18. Jahrhunderts, also der Schwedenzeit Wismars. Anhand ihren Biografien erzählt Dr. Nils Jörn Wismarer Geschichte. Wie haben die Menschen gelebt, wie geglaubt? Welche großen und kleinen Probleme hatten sie?

 

Was mag der Pastor gedacht haben, als kurz vor seiner Antrittspredigt der Turm seiner Kirche in einer Sturmesnacht seinen Arbeitsort fast vernichtet? Oder was der Pastor, der für den stadtbekannten Säufer eine – natürlich recht wohl klingende – Beurteilung schreiben sollte, um ihn den drei Kindern zuliebe wieder zu verheiraten, nachdem seine Frau mit einem schwedischen Soldaten durchgebrannt war?

Oder was die Beichtlinge beim „harthörigen“ Pastor Johannes Crudopius. Sie mussten in den 1640er Jahren ihre Sünden entsprechend laut bekennen. Auch eine Form der „Erziehung“ zum gottgefälligen christlichen Leben! „Beicht- und andere Geheimnisse“ ist so das ungewöhnliche Wismarer Schwedengeschichtsbuch überschrieben. Stimmungsvolle Schwarz-Weiß-Aufnahmen von Nicole Hollatz aus der Nikolaikirche machen das Buch „rund“.

Möglich wurde das Buch dank einer Druckkostenspende des Wismarer Maklers Bernd Lüdtke. DANKE!

 

Das Buch gibt es im lokalen Buchhandel oder direkt bei uns.

Plakat Merian

Wismarbonbon zum ersten Martinsmarkt in der Markthallemerian 1 20171016 1276628613

 

Erstmals findet am 28. und 29. Oktober in der Markthalle am Alten Hafen ein Martinsmarkt statt. Eine Mischung aus modernen und traditionellen, zum Teil auch schon vorweihnachtlichen Kundhandwerk lädt zum Besuch ein, dazu der lockende Duft von frischen Mutzen und heißem Punsch.

Auch die Ehrenamtler vom Wismarer Archivverein sind wieder mit vor Ort mit einem besonderem „Bonbon“. Sie haben eine historische Ansicht aus der Zeit um 1650 reproduziert. Ein „Stadtplan“ mit den Wismarer Kirchen und Sehenswürdigkeiten. „Zu sehen ist der erste Ausbau der Festung mit Spuren von Wallenstein auf Höhe heutiger Turnplatz, die neue Zitadelle. Außerdem gibt es neben der Stadtmauer, bei der man sehr schön Wachtürme und Wiekhäuser sehen kann, nun erste, meist noch nicht miteinander verbundene Festungswerke. Anstelle des Zeughauses steht noch der Zimmerhof, also die Herberge der Zimmerleute“, erklärt Stadtarchivar Dr. Nils Jörn. „Ansonsten ist sehr schön zu sehen, wie man die mittelalterlichen Stadttore mit barocken Festungswerken aufgewertet hat.“ Er lacht: „Mit diesem Plan lässt sich außerdem eines der großen Geheimnisse dieser Stadt auflösen: Wo ist das ganze Geld geblieben? Richtig, in der Sparbüchse, die sich nahe des Baumhauses befand. Dort lohnt es sich also zu graben - viel Spaß!“ Nein – unter der Sparbüchse versteht man ein Befestigungswerk.

Mit solchen Plakaten, Büchern und Postkarten und dem, was der Archivverein über den Verkauf einnimmt, rettet der Verein übrigens die originalen Schätze im Stadtarchiv. Über 700 (!) historische Urkunden konnten so in den vergangenen drei Jahren fachgerecht restauriert oder gesichert werden.

Aber in die Markthalle locken noch weitere Angebote: Kunsthandwerker wie Kerzenzieher oder Wollspinner mit Gestricktem, Schmuck und Mode, Naturseifen und Bürsten, kunstvolle Malerei und edel gestaltete Schokoladentäfelchen, frisches Obst, würzige Tiroler Spezialitäten und ungarische Spezialitäten werden beispielsweise angeboten.

Speziell für die kleinsten Besucher ist eine Bastelecke eingerichtet.

Der Wismarer Martinsmarkt ist am Samstag den 28. Oktober von 10.00 Uhr – 18.00 Uhr und Sonntag von 10.00 Uhr – 17.00 geöffnet.

Der Eintritt ist frei.