2014 - 9 August

4. August: Lesung und doppelte Ausstellungseröffnung im Stadtarchiv

 

Zwei ungewöhnliche Ausstellungen werden am 4. August im Wismarer Stadtarchiv eröffnet. Archivmitarbeiterin Doreen Piper zeigt mikroskopische Experimente, dazu werden als Vorgeschmack auf das neuste Buch des Archivvereins einige Bilder und Geschichten daraus präsentiert.

„Kleine Welt ganz groß“ heißt die Ausstellung von Doreen Piper. Die 32jährige ist derzeit Projektmitarbeiterin im Wismarer Stadtarchiv, digitalisiert als Kauffrau für audiovisuelle Medien viele der Schätze des Stadtarchivs. In ihrer Freizeit fotografiert sie auf ungewöhnliche Art und Weise. Mit einem entsprechenden Adapter verbindet sie im heimischen Arbeitszimmer Mikroskop und Spiegelreflexkamera, kann so kleinste Strukturen fotografieren. Salz- oder Zuckerkristalle. Backpulver, eine Schuppe einer Meeresforelle, die in der entsprechenden Vergrößerung aussieht wie ein Fingerabdruck.

Ganz anders die Bilder im zweiten Teil der Ausstellung. Freche Fotos aus dem neusten Buch des Archivvereins, dem zweiten Teil des ungewöhnlichen Wismarer Geschichtsbuch „Hexen, Huren und Henker“. Mit vier Modellen in historischen Gewandungen sind die Fotografen aus dem Verein durch Wismar gezogen und haben Fotos zum Thema „Hexen, Huren, Henker“ gemacht. „Die Touristen haben sehr gestaunt über unsere Hinrichtungsszene im Fürstenhofgarten“, so Hobbyfotograf Carsten Möhring aus Karow. Zu schaden gekommen ist natürlich niemand. Genauso viel Aufmerksamkeit erregte die Knutscherei vor der Georgenkirche – historische Fälle von „Erregung öffentlicher Ärgernisse“ in den Wismarer Kirchen sind schon im ersten Teil der „Huren, Hexen und Henker“ beschrieben.

Zur doppelten Ausstellungseröffnung wird Stadtarchivar Dr. Nils Jörn die ersten Geschichten aus seinem neuen Buch vorlesen. Das wird pünktlich zum Schwedenfest erscheinen.